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Pflege

 

Stationäre Pflege

Die stationäre Pflege im Seniorenheim Wörgl wird rund um die Uhr durch qualifiziertes Pflegepersonal sichergestellt das durch Fortbildungen laufend weiterqualifiziert wird. Unserem Leitbild folgend verstehen uns als ein offenes Haus, als ein Ort der Begegnung. Es ist uns wichtig, die Bewohner in das gesellschaftliche Leben der Stadt einzubinden. Das Leben im Heim orientiert sich an der individuellen Lebensgestaltung und Lebenserfahrung unserer Bewohnerinnen und Bewohner. Umso größer eine Einrichtung umso wichtiger ist der Blick auf den Einzelnen.

Die Umsetzung des integrierten Pflegekonzeptes (IPK®) nach Maria Riedl stellt sicher, dass die BewohnerInnen darauf vertrauen können, dass sie so angenommen werden wie sie sind.

Wir achten neben der Pflegequalität besonders auf die bestmögliche medizinische Versorgung unserer BewohnerInnen. Dies wird in Zusammenarbeit mit den Hausärzten, Fachärzten, dem Gesundheitszentrum Wörgl und dem Bezirkskrankenhaus Kufstein sichergestellt.

 

Kurzzeit- und Übergangspflege

In enger Zusammenarbeit, mit dem Bezirkskrankenhaus Kufstein (Überleitungspflege) und dem Gesundheits- und Sozialsprengel Wörgl, wird als zusätzliches Angebot der sozialen Versorgung Wörgls im Seniorenheim Wörgl seit 2011 Übergangs- und Kurzzeitpflege angeboten. Es stehen dafür 4 Plätze in Doppelzimmern zur Verfügung.

Die Übergangspflege stellt eine ideale Zwischenlösung dar, wenn nach einem Krankenhausaufenthalt eine Rückkehr in die eigenen vier Wände noch nicht möglich ist. Die Patienten, die noch eine gewisse Zeit Unterstützung, Betreuung und gezieltes Training zur Erlangung ihrer Selbstständigkeit brauchen, können nach dieser Regenerationsphase in der Regel gestärkt und motiviert nach Hause zurückkehren und ihren Alltag wieder meistern. Übergangspflege kann auch dazu dienen die Zeit zwischen dem Krankenhausaufenthalt und einer Reha zu überbrücken.

Die Kurzzeitpflege ist eine Möglichkeit pflegenden Angehörigen Entlastung und Unterstützung zu geben. Eine kleine Auszeit oder ein Urlaub sind gute Möglichkeiten, um Überforderungen von pflegenden Angehörigen vorzubeugen. Derart erholt und gestärkt fällt es auch wieder leichter die schwierige Pflegeaufgabe fortzuführen.

Manchmal benötigen pflegende Angehörige auch selbst ärztliche Hilfe über einen längeren Zeitraum und wissen dann ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder gut betreut und versorgt. Die Inanspruchnahme von Kurzzeitpflege ist je nach freien Kapazitäten auch mehrmals pro Jahr möglich. Die Zeiträume werden mit den Betroffenen individuell vereinbart und auf ihren Bedarf abgestimmt.

Für beide Betreuungsarten gibt es grundsätzlich entsprechende Fördermöglichkeiten von bis zu 28 Tagen im Jahr. Für detaillierte Auskünfte und die erforderlichen Ansuchen stehen Ihnen unsere MitarbeiterInnen sehr gerne zur Seite.

 

Stationäre Tagesbetreuung und Wohnstube

Das Seniorenheim Wörgl bietet Bewohnern des Hauses mit psychischen Erkrankungen wieder Normalität zu erleben. Tagesbetreuung in Kleingruppen wird als strukturgebendes Angebot gesehen. Dieses Angebot dient dem Führen von entlastungs- und orientierungsgebundenen Gesprächen und der Unterstützung von Selbstreflexion. Dies sind wichtige Bausteine der Wertschätzung und des Wohlbefindens unserer Klienten. Kontaktfähigkeit und lebenspraktische Tätigkeiten werden erhalten, aktiviert bzw. trainiert. Dabei wird versucht (nach IPK®)auf die Lebensgewohnheiten, Lebensgeschichten und aktuellen Bedürfnisse einzugehen.

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Die Tagesbetreuung in der Wohnstube bietet Menschen mit vorwiegend psychiatrischen Erkrankungen ein Stück Normalität und Alltag. Die Kleingruppe besteht aus maximal acht Personen. Damit ist eine sehr persönliche und individuelle Betreuung sichergestellt. Die Wohnstube ist so gestaltet, dass sich die BewohnerInnen wie zuhause fühlen. Ein strukturierter Tagesablauf gibt Sicherheit wenn die Erinnerung und das Gedächtnis schwinden. Beginnend mit einem gemeinsamen Frühstück werden in der Folge Beschäftigungsangebote durchgeführt, die auf den/die BewohnerIn abgestimmt ist und möglichst mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen wird.

Das gemeinsame Vor- und Zubereiten des Mittagessens stimmt auf das Mittagessen ein und weckt Erinnerungen an frühere Zeiten. Der Mittagsschlaf auf dem Sofa oder im Lehnstuhl dient der Erholung nach der gemeinsam eingenommenen Mahlzeit. Die Individuelle Beschäftigung am Nachmittag wird fortgeführt bis die Zeit kommt um bei Schönwetter im Garten mit Hochbeet oder bei Schlechtwetter am Küchentisch die Jause zu genießen. Persönliche Pflege und Betreuung wird den ganzen Tag über begleitend sichergestellt.

 

Aromapflege

Die Aromapflege ist als Teil des Pflegealltags im Seniorenheim Wörgl integriert. Unter Aromapflege wird der gezielte, geschulte Einsatz naturbelassener ätherischer Öle, fetter Pflanzenöle, Hydrolate und deren Aromapflegeprodukten in der professionellen Gesundheits- und Krankenpflege verstanden. Die Aromapflege ist ein Teilbereich der komplementären Pflegemaßnahmen und soll dazu beitragen, Gesundheit zu fördern und das Wohlbefinden zu steigern. Durch den großen Fortschritt der Pharmakologie und der Schulmedizin wurden die alten Hausmittel in den Hintergrund gedrängt. In den letzten Jahren jedoch griff man immer mehr wieder auf pflanzliche Wirkstoffe zurückgegriffen.

Uns ist wichtig den Bewohnern eine individuelle, ganzheitliche Betreuung zu ermöglichen. Wir bieten die Aromapflege bei Waschungen, Fußbädern, Einreibungen und beim Raumduft an. Es werden, gemeinsam mit den Bewohnern, entsprechende Öle ausgesucht, die bevorzugte Behandlungsart gewählt und in die tägliche Pflege integriert.

 

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Kinaesthetics

Kinaesthetics, basiert auf der Lehre der menschlichen Bewegung. Die Art und Weise, wie wir unsere Alltagsaktivitäten- privat und beruflich- gestalten, beeinflusst unsere Gesundheits- und Lernprozesse positiv oder negativ- ein Leben lang. Wir alle lernen durch Kinaesthetics auf die eigene Bewegung zu achten, das heißt, sich selbst besser wahrzunehmen und anzupassen. Dies soll uns helfen den Alltag einfacher, effektiver und somit gesundheitsfördernd zu gestalten.

Das Ziel von Kinaesthetics ist es die eigene Bewegung zu optimieren und somit die Ressourcen der Gesundheitsentwicklung zu nutzen. Dies bedeutet für unsere Bewohner, dass wir gemeinsam, versuchen

  • eine Schmerzreduktion im Zusammenhang mit Bewegungsabläufen zu erzielen,
  • eine Steigerung des Wohlbefindens zu erreichen,
  • die Bewohner aktiv am Prozess der Gesundheitsförderung, zu beteiligen und damit
  • eine Stärkung der Selbständigkeit zu erwirken.

Für uns Pflegende bedeutet nach kinaesthetischen Grundsätzen zu arbeiten, dass

  • eine Verbesserung der Arbeitsorganisation stattfindet,
  • Stress positiv bewältigt werden kann,
  • eine Steigerung der physichen Leistungsfähigkeit erzielt wird,
  • Rückenschmerzen vorgebeugt wird.

Wer bewegt wird, wird berührt. Kompetentes Berühren und Bewegen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Pflegequalität. Die Einführung von Kinaesthetics bietet allen im Haus Erleichterung und Hilfe.

 

Versorgung im Gesundheitszentrum Wörgl

Durch die architektonisch gelungene Anbindung an das Gesundheitszentrum Wörgl bietet sich die seltene Gelegenheit der optimalen Erstversorgung bei akuten Erkrankungen ebenso wie die Untersuchung durch Fachärzte direkt vor Ort. Die positivsten Auswirkungen auf unsere BewohnerInnen ergeben sich aus einer geringstmöglichen Belastung durch Transporte und der großen Versorgungssicherheit.

 

Palliativpflege

Zur Verbesserung der Lebensqualität im letzten Lebensabschnitt braucht es eine Hinwendung zum Abschied. Der Tod gehört zum Menschsein.

Wichtig für eine gelungene Palliatvversorgung ist die rechtzeitige Einbeziehung von Angehörigen bzw. persönlichem Umfeld und die fachliche Unterstützung durch die Wörgler Hospizgruppe.

Die vorrangigen Ziele gelungener Begleitung sind, möglichst hohe Lebensqualität bis zum Tod, Vorbeugung und Linderung von Leiden und ganzheitliche Betreuung von Körper, Geist und Seele.

Dies findet seinen Niederschlag vor allem in der Haltung, dass die Würde und Autonomie von Bewohnern bis zum letzten Abschied gewahrt wird und eine pietätvolle Trauerkultur ermöglicht wird.